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Erwarteter Anstieg des Verbraucherpreisindex um 0,3 % deutet auf eine Verlangsamung der Inflation hin

Kurzer Blick:

  • Kern-VPI wird sich voraussichtlich abschwächen: Erwarteter Anstieg von 0,3 % gegenüber dem Vormonat, möglicherweise die erste Abschwächung seit sechs Monaten;
  • Anhaltende Servicekosten: Trotz des Rückgangs der Preise für Kerngüter drücken hohe Servicekosten weiterhin auf die Gesamtinflation;
  • Globale Wirtschaftsfaktoren: Bevorstehende Erklärungen der Fed und Wirtschaftsberichte aus China und Japan könnten sich auf die globalen Märkte auswirken.

Der April könnte einen entscheidenden Moment in der Entwicklung der US-Inflation markieren und möglicherweise die erste Abschwächung seit sechs Monaten zeigen – eine Entwicklung, die von Ökonomen und politischen Entscheidungsträgern gleichermaßen sehnsüchtig erwartet wird. Der Kern-Verbraucherpreisindex (VPI), der die volatilen Lebensmittel- und Kraftstoffpreise strategisch ausklammert, dürfte gegenüber dem Vormonat um 0,3 % gestiegen sein. Dieser erwartete Anstieg folgt auf einen stetigen monatlichen Anstieg von 0,4 % während des ersten Quartals des Jahres. Der bevorstehende VPI-Bericht des Bureau of Labor Statistics, der am Mittwoch ansteht, wird wichtige Erkenntnisse darüber liefern, ob der Inflationsdruck endlich nachlässt.

Trotz der möglichen Abschwächung wird der Kern-VPI für April voraussichtlich einen Anstieg von 3,6 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Dies wäre der geringste jährliche Anstieg seit drei Jahren. Sie liegt jedoch weiterhin über dem Komfortniveau der politischen Entscheidungsträger der Federal Reserve, die eine nachhaltige Verlangsamung der Inflation sehen wollen, um Anpassungen der Zinspolitik in Betracht zu ziehen. Dieses Szenario unterstreicht das empfindliche Gleichgewicht, das die Fed in ihrem anhaltenden Kampf gegen die anhaltende Inflation finden muss.

Servicekosten halten die Inflation hoch und stellen das 2%-Ziel der Fed in Frage

Während die Preise für Kerngüter Anzeichen eines Rückgangs gezeigt haben, sind die Kosten für Dienstleistungen weiterhin ein hartnäckiger Faktor, der die Gesamtinflationsraten hoch hält. Die Widerstandsfähigkeit der dienstleistungsbezogenen Inflation verdeutlicht die Komplexität, mit der die US-Notenbank konfrontiert ist, wenn sie versucht, die Inflation in Richtung ihres Ziels von 2 % zu lenken. Die Stärke des amerikanischen Verbrauchers, die sich in soliden Einzelhandelsumsätzen Anfang 2023 zeigt, erschwert die Bemühungen der Fed weiter, obwohl in den Prognosen vom April eine leichte Verlangsamung angedeutet wurde.

Darüber hinaus wird der Gesamt-VPI wahrscheinlich einen anhaltenden Anstieg widerspiegeln, mit einem prognostizierten Anstieg von 0,4 % für den dritten Monat in Folge, der zum Teil auf einen Anstieg der Benzinpreise auf ein Sechsmonatshoch zurückzuführen ist. Dieser anhaltende Anstieg unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Eindämmung der Inflation, die sich insbesondere im Dienstleistungssektor als hartnäckiger erwiesen hat als zunächst erwartet.

Globaler wirtschaftlicher Kontext und zukunftsgerichtete Aussagen

Die Inflationsdynamik in den USA findet in einem breiteren globalen wirtschaftlichen Rahmen statt. Mehrere internationale Ereignisse werden die Marktstimmung beeinflussen. Beobachter werden die bevorstehende Rede des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell in Amsterdam genau unter die Lupe nehmen. Darüber hinaus werden sie Aussagen anderer wichtiger Fed-Beamter auf Hinweise auf zukünftige geldpolitische Veränderungen untersuchen. Gleichzeitig werden die Wirtschaftsberichte aus China und Japan weitere Hinweise auf die globale wirtschaftliche Gesundheit geben. China wird zu Beginn des zweiten Quartals ein robustes Wachstum zeigen, während Japan mit einem möglichen Rückgang konfrontiert ist.

In Europa verlagert sich der Fokus auf den Arbeitsmarkt in Großbritannien. Jeder Hinweis auf einen nachlassenden Inflationsdruck könnte die geldpolitischen Strategien der Bank of England beeinflussen. Darüber hinaus werden auch Vertreter der Europäischen Zentralbank sprechen. Diese Gespräche könnten zusätzliche Hinweise auf die wirtschaftlichen Aussichten in der Eurozone geben.

Im Laufe der Woche wird die Finanzwelt diese Entwicklungen genau beobachten. Sie hoffen, die Wirksamkeit der derzeitigen Maßnahmen und den potenziellen Bedarf an weiteren Interventionen beurteilen zu können. Darüber hinaus bedeutet die Vernetzung der Weltwirtschaft, dass Entscheidungen in einem Teil der Welt über Kontinente hinweg Auswirkungen haben können.



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